KI-Telefon am Campingplatz: was es kann und was Sie beachten sollten
Im Sommer klingelt das Telefon ständig, im Winter ist oft niemand an der Rezeption. Eine KI-Telefonassistentin nimmt jeden Anruf an. Worauf kommt es an?
Was eine gute KI-Assistentin leisten sollte
- Live im Buchungssystem nachsehen – nur so nennt sie freie Plätze und echte Preise statt Vermutungen.
- Direkt buchen, nach einer Zusammenfassung und einem klaren Ja des Anrufers.
- Stammgäste erkennen und vorsichtig nachfragen („Spreche ich mit Herrn Meyer?“), denn oft ruft jemand anderes vom selben Telefon an.
- Durchstellen, wenn ein Mensch gebraucht wird – und außerhalb der Öffnungszeiten freundlich einen Rückruf aufnehmen.
- Ehrlich bleiben: Nichts zusagen, was sie nicht sicher weiß.
Rechtliches in Kürze
- Transparenz: Nach der EU-KI-Verordnung (Art. 50) muss der Anrufer erfahren, dass er mit einer KI spricht.
- Aufzeichnung: Nur mit Hinweis. Wird nach dem Durchstellen weiter aufgezeichnet, müssen das Anrufer und Mitarbeiter wissen und ablehnen können (§ 201 StGB).
- Datenschutz: Zweck, Speicherdauer und eingesetzte Dienste gehören in die Datenschutzerklärung; mit dem Anbieter brauchen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag.
Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung.
Praxis-Tipps
- Mit einer Info-Nummer beginnen und nur abends und am Wochenende einsetzen.
- Öffnungszeiten der Rezeption hinterlegen, damit die Assistentin richtig durchstellt.
- Die Klingeldauer beim Durchstellen kürzer als eine Mailbox einstellen, sonst landet der Gast auf dem Anrufbeantworter.